germany-deutschland.com Deutsch English Italiano EspaÑol FranÇais 

 

 

Großstädte in Deutschland - Wuppertal

Wuppertal ist die inoffizielle Hauptstadt des Bergischen Lands,im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Sie liegt südlich des Ruhrgebiets und im weiteren Umfeld der Großstädte Düsseldorf (circa 30 km westlich), Köln (etwa 40 km südwestlich) und Essen (circa 23 km nordwestlich). Wuppertal gehört mit ihren etwa 363.000 Einwohnern zu den mittleren Großstädten, aber immer noch zu den zehn größten Städten Nordrhein-Westfalens und bildet gleichzeitig eines der Oberzentren des Landes.

Die Stadt Wuppertal wurde zum 1. August 1929 durch Vereinigung der kreisfreien Städte Elberfeld (Großstadt seit etwa 1883) und Barmen (Großstadt seit circa 1884) mit ihren zugehörigen Stadtteilen, den Städten Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkel sowie des Ortsteils Beyenburg der damaligen Stadt Lüttringhausen (heute zu Remscheid gehörig) unter dem Namen "Barmen-Elberfeld" als kreisfreie Stadt gegründet. 1930 erfolgte nach einer Bürgerbefragung die Umbenennung in Wuppertal, womit die geografische Lage der Stadt an der Wupper zum Ausdruck gebracht wurde. Diese Städtefusion spiegelt sich auch heute noch im Stadtbild wieder. So hat Wuppertal nach wie vor zwei größere urbane Zentren (Elberfeld und Barmen) und fünf weitere Stadtteile (Beyenburg, Cronenberg, Langerfeld, Ronsdorf und Vohwinkel) mit überwiegend kleinstädtischen Elementen. Von nahezu jedem Ort aus lässt sich jedoch in kurzer Zeit eine erholsame Grünzone oder gar ein ausgedehntes Waldgebiet auf den Höhen erreichen.

Geografie

Wuppertal liegt in einem Bogen der Wupper entlang der Grenze von bergischem Unterland im Norden und den bergischen Hochflächen im Süden. Aufgrund der erheblichen Höhenunterschiede innerhalb des Stadtgebiets gibt es zahlreiche steile Straßen und viele Treppen. Daher gilt Wuppertal als die Stadt Deutschlands mit den meisten öffentlichen Treppen.

Die Länge der Stadtgrenze beträgt 94,5 km, die Länge der Wupper im Stadtgebiet beträgt 33,9 km. Höchster Punkt im Stadtgebiet ist der Lichtscheid mit 350 m über NN, tiefster Punkt im Stadtgebiet ist die Wupper bei Müngsten mit 100 m über NN.

Geschichte

Die ursprünglichen Städte der heutigen Stadt Wuppertal entstanden etwa um die erste Jahrtausendwende. Sie wurden wie folgt erstmals urkundlich erwähnt: Cronenberg 1050, Barmen 1070, Elberfeld 1161, Schöller 1182, Ronsdorf 1246, Beyenburg 1298, Langerfeld 1304, Dönberg 1355 und Vohwinkel 1356. Die Gemeinden gehörten überwiegend zum Herzogtum Berg.

Elberfeld wurde ab 1444 als "Freiheit" bezeichnet und hatte damit eine städtische Ratsverfassung. Das Stadtprivileg wurde jedoch erst 1610 erteilt und 1623 erweitert. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde Elberfeld Sitz eines Landkreises, der aus den Bürgermeistereien Elberfeld und Barmen gebildet wurde. Ihm wurden 1820 die Gemeinden des Landkreises Mettmann angegliedert.

Barmen wuchs aus verschiedenen Orten und Gehöften zusammen. Hauptort war Gemarke. 1808 wurde Barmen zur Stadt erhoben und gehörte ab 1815 zum Landkreis Elberfeld. Die Bürgermeisterei Barmen bestand aus der Stadt Gemarke, dem Flecken Wupperfeld (ab 1780 entstanden), den Dörfern Heckinghausen, Rittershausen und Wichlinghausen, dem Weiler Karnap und 58 kleineren Ortschaften und Gehöften.

1861 schieden Elberfeld und Barmen aus dem Landkreis Elberfeld aus und wurden kreisfreie Städte. Der verbleibende Rest des Landkreises Elberfeld wurde in Landkreis Mettmann (ab 1929 Düsseldorf-Mettmann und ab 1975 erneut Mettmann) umbenannt.

Ab 1885 wurden im Stadtkreis Barmen nur noch sieben Wohnplätze unterschieden: Stadt Barmen, Hatzfeld, Lichtenplatz, Westen, Heckinghausen, Heidt, Karnap. 1924 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Langerfeld und Nächstebreck. In Elberfeld unterschied man 1885 insgesamt 20 Wohnplätze: Stadt Elberfeld, die Weiler Arrenberg, Hahnerberg, Hipkenberg, Ruthenbeck, Steinbeck, Stockmannsmühle, Theisbahn, Üllendahl, Weinberg, Wolfshahn und Wüstenhof, ferner einzelne Häuser sowie Funkloch. Später wurden weitere Güter erworben, so etwa Buchenhofen, Evertsaue, Kirbeberg und Schloss Lüntenbeck.

Um die Jahrhundertwende 1900 brachten Kleineisenhandwerk und Textilindustrie mit florierender Produktion und beachtlichem Handel beiden Städten einen kräftigen Wachstumsschub, der schließlich auch die Vereinigung nahelegte. Diese erfolgte zum 1. August 1929.

Ab dem Ende der Weimarer Republik war Wuppertal eine Hochburg der Nazis in Westdeutschland. Kurz nach der Machtübernahme wurde von der SA zwischen Barmen und Beyenburg für kurze Zeit das KZ Kemmna für politische Gegner eingerichtet, in dem auch mehrere Insassen getötet wurden.

1934 formierte sich dann der christliche Widerstand gegen Hitler in Wuppertal in der Barmer Bekenntnissynode. Unter der Federführung von Karl Barth verabschiedeten die von Reformierten, Lutherischen und Unierten gebildete "bekennende Kirche" die Barmer Erklärung, das wichtigste Dokument kirchlicher Ablehung der Naziherrschaft.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch schwere Angriffe der Alliierten (zweimal mit mehreren tausend Toten) teilweise zerstört. Doch konnte die Stadt dank seiner Bürger und der industriellen Basis einen guten Neuanfang machen. Die Textilindustrie war bis weit in die siebziger Jahre wesentlicher wirtschaftlicher Faktor der Stadt, bis diese durch die Globalisierung des Textilmarktes an Bedeutung verlor.

Im Zuge der Gemeindereform 1975 wurden weitere Gebiete nach Wuppertal eingegliedert. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

Religionen

Das Gebiet der heutigen Stadt Wuppertal gehörte schon von Anfang an zum Erzbistum Köln. Elberfeld gehörte zum Archidiakonat des Domdekans und zum Dekanat Neuss. Zum Kirchspiel Elberfeld gehörte auch Unterbarmen. Oberbarmen hingegen gehörte zum Achidiakonat St. Georg im Dekanat Lüdenscheid. Erst um 1300 wurde Elberfeld eine eigene Gemeinde, nachdem sie zuvor zu Richrath gehörte.

In Elberfeld wurde 1566 durch Peter Loh die Reformation nach reformiertem Bekenntnis eingeführt. Während der spanischen Besatzung wurde der evangelische Gottesdienst zwischen 1625 bis 1627 vorübergehend verboten. Ab 1690 gab es auch eine lutherische Gemeinde und ab 1847 eine niederländisch-reformierte Gemeinde. Nach dem Übergang der Stadt an Preußen unterstanden die reformierten und lutherischen Gemeinden Elberfelds zunächst dem Konsistorium in Düsseldorf, dann in Köln und schließlich ab 1822 in Koblenz, das seinerzeit Sitz der rheinischen Provinzialkirche wurde (heute Evangelische Kirche im Rheinland). Elberfeld wurde Sitz einer Kreissynode (heute Kirchenkreis), zu dem auch die protestantischen Gemeinden von Sonnborn, Vohwinkel, Cronenberg und Ronsdorf gehörten und bis heute gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt.

Auch in Barmen, das aus einer Vielzahl von Siedlungen hervorging, wurde im 16. Jahrhundert die Reformation eingeführt. Doch trennte sich die reformierte Gemeinde Gemarke erst 1702 von der Pfarrei Schwelm. Die lutherische Gemeinde Oberbarmen gar erst 1744. Deren Kirche befand sich in Wichlinghausen. Aus dieser trennte sich 1778 die Wupperfelder Gemeinde ab. Unterbarmen gehörte kirchlich zu Elberfeld. Auch Barmen wurde in preußischer Zeit Sitz einer Kreissynode (heute Kirchenkreis), zu dem heute alle protestantischen Gemeinden des Stadtteils Barmen gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt.

Auch in den anderen heutigen Wuppertaler Stadtteilen wurde im 16. Jahrhundert die Reformation meist nach reformiertem Bekenntnis eingeführt. Später gab es auch lutherische Gemeinden. In einigen kleineren Orten entstanden erst sehr spät eigene reformierte beziehungsweise lutherische Gemeinden, so etwa in Beyenburg 1854 und in Vohwinkel 1886.

Wenngleich in ganz Preußen 1817 die Union zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden eingeführt wurde, so blieben die jeweiligen Gemeinden jedoch ihrer bisherigen Tradition treu. So unterscheidet man heute in Wuppertal nach wie vor zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden. Einige Gemeinden wurden jedoch auch von Anfang an als "unierte" Gemeinden gegründet. Hierzu gehört die unierte Gemeinde Unterbarmen.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Wuppertal-Barmen berühmt durch die Bekenntnissynode, die in der Zeit vom 29. bis 31. Mai 1934 in der Kirche Gemarke stattfand. Sie wurde von der bekennenden Kirche einberufen und von lutherischen, reformierten und unierten Abgeordneten besucht. Hier entstand die so genannte Barmer Theologische Erklärung, die als eine der Bekenntnisgrundlagen der evangelischen Kirche gilt.

Die wenigen Katholiken Wuppertals gehörten auch nach der Reformation zum Erzbistum Köln. So gab es etwa in Elberfeld 1658 nur noch sechs, in Barmen 1708 nur noch drei katholische Familien. In Barmen wurde jedoch zwischen 1708 und 1721 wieder eine katholische Kirche gebaut, die von Franziskanern aus Wipperfürth pastorisiert wurde. Um 1800 gab es in Barmen bereits 2000 Katholiken. Im 19. Jahrhundert nahm der Anteil der katholischen Bevölkerung im gesamten Wuppertal stark zu. 1830 wurden in Elberfeld bereits 5.800 Katholiken gegenüber 24.300 Protestanten gezählt. In beiden Städten entstanden mehrere Pfarrgemeinden. Sowohl Elberfeld als auch Barmen wurde Sitz eines Dekanats innerhalb des Erzbistums Köln. Beide Dekanate bilden heute zusammen das "Stadtdekanat Wuppertal". Zum Dekanat Elberfeld gehören auch die Pfarrgemeinden Cronenberg, Ronsdorf (früher zu Barmen) und Vohwinkel, zum Dekanat Barmen die Pfarrgemeinden Langerfeld und Beyenburg.

Die Tatsache, dass auch nach der Reformation im Wuppertal noch Katholiken ansässig waren, zeugt von der religiösen Toleranz in dieser Gegend. So ist es nicht verwunderlich, dass bereits im 18. Jahrhundert zahlreiche Freikirchen und Sekten entstanden, die der Stadt Elberfeld bald den Beinamen "Stadt der 80 Sekten" einbrachte. So entstanden mennonitische Gemeinden, Quäker, katholisch-apostolische und neuapostolische Gemeinden und Adventisten. 1840 entstand eine deutsch-katholische Gemeinde, 1847 eine altlutherische Gemeinde, um 1870 eine altkatholische Gemeinde und 1884 die erste theosophische Gesellschaft Deutschlands. Weiter entstanden Freikirchen (evangelisch-freikirchliche Gemeinden - Baptisten, Methodisten, die evangelische Gemeinschaft, freie evangelische Gemeinden, die Heilsarmee) und andere Religionsgemeinschaften, wie etwa die Jehovas Zeugen, die Christliche Wissenschaft, die Christengemeinschaft und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage. Auch in Barmen entstanden im 19. Jahrhundert zahlreiche Freikirchen und sonstige Religionsgemeinschaften.

Jüdische Gemeindeglieder gab es in Elberfeld erst wieder ab 1694, nachdem sie 1595 auf Befehl des Herzogs von Berg vertrieben worden waren. In Barmen wurden 1802 zwei Familien gezählt. Im Jahre 1861 konnten die Juden beider Städte eine gemeinsame israelitische Gemeinde gründen, die jedoch in der Zeit der Nationalsozialisten unterging.

Wappen

Das Wappen der Stadt Wuppertal zeigt in Silber ein blau gekrönter, gezungter und bewehrter, zwiegeschwänzter roter Löwe auf einem goldenen Garnknäuel stehend und in den Pranken einen schwarzen Rost haltend. Die Stadtfarben sind rot-weiß. Das Wappen wurde am 29. Juni 1934 vom preußischen Staatsministerium verliehen.

Bedeutung: Die Wappensymbole verbinden einerseits den bergischen Löwen mit dem Rost als Attribut des heiligen Laurentius (ehemalige Wappenbilder Elberfelds) und andererseits den bergischen Löwen und das Garnknäuel als Sinnbild der Garnproduktion (ehemalige Wappenbilder Barmens). Diese Symbole sind bereits seit dem 14. Jahrhundert in den Siegeln beider Städte nachweisbar.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die industrielle Entwicklung wurde im 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie geprägt. So hat auch das Zeichen der Bleicher - idS Textilveredlung Eingang in das Stadtwappen gefunden. Heute sind die Industriezweige Chemie, Maschinenbau und Elektrotechnik vorherrschend. Zudem gibt es Verlage und Landwirtschaft. In Cronenberg haben einige führende Unternehmen der Werkzeugindustrie ihren Sitz.

Ansässige Firmen (auch ehemalige)

  • Akzo Nobel
  • Barmenia Versicherungen
  • BEK
  • Bayer
  • Brose
  • JP Bemberg AG
  • Glanzstoff
  • Enka
  • Herberts
  • Vorwerk
  • Wal-Mart
  • Gepa
  • Delphi

Verkehr

Die Stadt Wuppertal ist gut an das Verkehrsnetz angebunden. Durch das Stadtgebiet führt die Bundesautobahn A 46, die von Düsseldorf kommend im Osten des Wuppertaler Stadtgebiets auf die von Köln kommende Bundesautobahn A 1 in Richtung Dortmund triff. An Bundesstraßen führen die B 7, die B 51 und die B 254 durch Wuppertal. Auch an das Bahnnetz ist Wuppertal gut angebunden. Durch die Stadt führen die beiden Hauptstrecken Köln-Hagen beziehungsweise Düsseldorf-Hagen. Der Hauptbahnhof befindet sich im Stadtteil Elberfeld.

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen neben der weltberühmten Schwebebahn (näheres siehe bei Sehenswürdigkeiten) etliche Buslinien der "Wuppertaler Stadtwerke AG". Bis 1987 fuhren auch zahlreiche Straßenbahnlinien durch die Stadt. Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Köln - Hagen beziehungsweise Düsseldorf - Hagen und ist Fernverkehrshalt. Die meisten der einst vorhandenen Eisenbahnstrecken in Wuppertal sind inzwischen stillgelegt, zu nenen sind unter anderen die Nordbahn, der Samba, die Kohlenbahn, die Wuppertalbahn und weitere. Alle Verkehrsmittel in Wuppertal sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen.

Medien

In Wuppertal befindet sich seit 1983 ein Studio des Westdeutschen Rundfunks (WDR), zuvor gab es dort nur ein Büro für das bergische Land. In diesem Studio werden die Regionalsendungen für Hörfunk und Fernsehen des WDR produziert. Ferner sendet aus Wuppertal die Lokalradiostation "Radio Wuppertal".

Als Tageszeitung erscheint der "General-Anzeiger", die Wuppertaler Ausgabe der "Westdeutschen Zeitung". Diese Zeitung hat in Wuppertal neben Düsseldorf und Krefeld ein Pressehaus. Daneben gibt es in Wuppertal eine Vielzahl von regionalen Anzeigenblättern beziehungsweise Wochenmagazinen, darunter "Wuppertaler Rundschau", "Ronsdorfer Sonntagsblatt", "Ronsdorfer Wochenschau", "Cronenberger Woche", "Cronenberger Anzeiger", "Bergische Blätter" und "Bergische Zeit".

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wuppertal ist vor allem bekannt durch die weltberühmte, von Eugen Langen konstruierte und 1901 offiziell eröffnete Schwebebahn. Die 13,3 km lange Bahn ist technisch eigentlich eine Hängebahn und wurde schon bald nach ihrer Eröffnung zum Wahrzeichen der Stadt beziehungsweise der damaligen Städte. Ihr Tragegerüst wurde bis 2004 weitgehend und historisch werktreu erneuert; gleichzeitig wurden die Haltestellen umgebaut und modernisiert. Die Schwebebahn bleibt damit, nach über 100 Jahren Betriebszeit, ein hochmodernes, sicheres und verhältnismäßig schnelles Nahverkehrssystem, das täglich von über 70.000 Fahrgästen genutzt wird.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das renommierte Von-der-Heydt-Museum, das Uhrenmuseum (Abeler) mit Glockenspiel, das so genannte Engels-Haus, Wohnstätte von Friedrich Engels, Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus, das Brauhaus, der Zoo, der als einer der landschaftlich reizvollsten der Welt gilt, die historische Stadthalle am Johannisberg, eine der akustisch besten und architektonisch schönsten Konzerthallen Europas sowie zahlreiche Gebäude aus der Gründerzeit in der Elberfelder Nordstadt, im Briller Viertel, Wichlinghausen und Vohwinkel. Insgesamt verfügt Wuppertal mit über 4.500 Baudenkmälern den zweitgrößten Bestand des Landes Nordrhein-Westfalen. Ferner gibt es einen botanischen Garten, eine Schwimmoper und andere Freibäder. Zu den landschaftlich schönsten Tiergärten der Welt gehört der Wuppertaler Zoo. In dem 20 Hektar großen Parkgelände finden 5.000 Tiere in rund 500 Arten aus allen Erdteilen ein Zuhause. In den modernen Tierhäusern kann der Besucher u.a. Menschenaffen, Affen, Bären, Großkatzen, Elefanten, Vögel, Fische und Reptilien aus nächster Nähe beobachten.

Theater

Wuppertaler Bühnen mit Opernhaus im Stadtteil Barmen, 1907 erbaut, im zweiten Weltkrieg stark zerstört, bis 1956 jedoch wieder aufgebaut und mit Schauspielhaus im Stadtteil Elberfeld, erbaut 1966. Weitere Theater sind die "Comödie Wuppertal am Karlsplatz", das "Karamell und Kardamom Figurentheater", das "Kinder- und Jugendtheater", "Müllers Marionettentheater", das "Forum Maximum im Rex-Theater", das "TiC Theater in Cronenberg" und das "Vollplaybacktheater". Die Wuppertaler Bühnen mit Oper, Schauspiel und dem weltweit gefeierten, modernen Tanztheater Pina Bausch sind in jeder Spielzeit Thema der großen deutschen und internationalen Feuilletons.

Das städtische Sinfonieorchester Wuppertal hat einen klangvollen Namen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Altes und neues Mekka der Kunstfreunde sind die Kostbarkeiten, Schätze und Meisterwerke des Von der Heydt-Museums.

Musik

Die Stadt Wuppertal unterhält ein Sinfonieorchester, das 1919 aus den beiden Orchestern von Barmen und Elberfeld hervorgegangen ist. Weitere überregional bekannte Orchester und Musikvereine sind das "Akkordeon-Orchester Wupperspatzen e.V.", das "Bundesbahn-Orchester Wuppertal", das "Kammerorchester Wuppertal", die "Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal" und der "Orchesterverein Bayer Wuppertal". Ferner gibt es eine Vielzahl von Chören, die sich sehr unterschiedlichem Repertoire widmen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Vohwinkler Flohmarkt: am letzten Sonntag im September, etwa 400.000 Besucher jährlich
  • Cronenberger Werkzeugkiste: Volksfest in Cronenberg
  • Bleicherfest in Heckinghausen
  • Barmen Live in der Barmer Fußgängerzone

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Personen sind in Wuppertal geboren, unabhängig von ihrem späteren Wirkungskreis. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtstag:

  • 1815, im OT Elberfeld, Johann Friedrich Räder, † 1872 in Elberfeld , Angestellter in einem Handelshaus, Dichter ("Harre meine Seele")
  • 1820, 28. November im OT Barmen, Friedrich Engels, † 5. August 1895 in London, Politiker, Ökonom, Philosoph
  • 1825, 6. Juni im OT Barmen, Friedrich Bayer, † 6. Mai 1880 in Würzburg, Industrieller
  • 1827 im OT Cronenberg, Karl Riedel, † 1888 in Leipzig, Kapellmeister, Dichter ("Kommet ihr Hirten")
  • 1834, 3. April im OT Barmen, Emil Rittershaus, † 8. März 1897 in Barmen, Dichter
  • 1853, 26. Dezember im OT Barmen, Wilhelm Dörpfeld, † 25. April 1940 in Niedri auf Leukas (Griechenland), Archäologe (fand das homerische "Troja")
  • 1850, 24. Januar im OT Barmen, Hermann Ebbinghaus, † 26. Februar 1909 in Halle an der Saale, Psychologe
  • 1861, 24. September im OT Elberfeld, Dr. Walter Simons, † 14. Juli 1937 in Nowawes/Babelsberg, Außenminister des Deutschen Reichs 1920-21 Präsident des Reichsgerichts und komm. Reichspräsident 28.2. - 12.5.1925
  • 1861, 29. September im OT Barmen, Friedrich Carl Duisberg, † 19. März 1935 in Leverkusen, Chemiker und Industrieller (erfand 1888 das erste Fiebermedikament und baute die Firma Bayer in Leverkusen auf)
  • 1869, 11. Februar im OT Elberfeld, Else Lasker-Schüler, † 22. Januar 1945 in Jerusalem, Schriftstellerin
  • 1875, 3. Juli im OT Barmen, Ferdinand Sauerbruch, † 2. Juli 1951 in Berlin, Chirurg
  • 1886, 16. Oktober im OT Elberfeld, Armin T. Wegner, † 1978, Schriftsteller
  • 1888, Hans Knappertsbusch, Dirigent, † 1965
  • 1889, 13. Januar, Wilhelm Vorwerk, † 4. November 1967 in Wuppertal, Fabrikant und Präsident der IHK
  • 1896, 5. April, Robert Tillmann, † 12. November 1955 in Berlin, Bundesminister für besondere Aufgaben (1953-1955)
  • 1898, 5. Oktober, Ewald Balser, † 17. April 1978 in Wien, Schauspieler ("Der Prozeß", "König Ottokars Glück und Erbe")
  • 1900, 16. März im OT Elberfeld, Werner Eggerath, † 16. Juni 1977 in Berlin, Ministerpräsident von Thüringen (1947-1952)
  • 1900, 19. Juli, Arno Breker, † 13. Februar 1991 in Düsseldorf, Bildhauer (zahlreiche Skulpturen für Repräsentationsbauten des dritten Reichs)
  • 1902, 12. Februar im OT Elberfeld, Will Glahé, † 21. November 1989 in Unterengstingen, Komponist, Akkordeonist, Arrangeuer ("Quecksilber-Polka")
  • 1906, 2. Mai im OT Elberfeld, Wolfgang Abendroth, † 15. September 1985 in Frankfurt am Main, Staatsrechtler, Sozialwissenschaftler, Schriftsteller ("Sozialgeschichte der europ. Arbeiterbewegung")
  • 1912, 7. Januar im OT Elberfeld, Günter Wand, † 2002 Dirigent
  • 1916, 8. März im OT Barmen Robert Wolfgang Schnell, † 1986, Schriftsteller
  • 1923, 25. März im OT Barmen, Reimar Lüst, Physiker, 1971-1984 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
  • 1923, 26. Mai im OT Elberfeld, Horst Tappert, Schauspieler (bekannt vor allem aus der Krimiserie "Derrick")
  • 1925, 20. Februar, Heinz Klunker, Gewerkschaftler (1964-82 Vorsitzender der ÖTV)
  • 1925, 25. Januar im OT Elberfeld, Paul Pörtner, † 16. November 1984 in München, Schriftsteller
  • 1926, 22. April, Harald Leipnitz, Schauspieler
  • 1928, 2. Januar, Wolfgang Sauer, Sänger ("Glaube mir")
  • 1931, 16. Januar, Dr. Johannes Rau, Oberbürgermeister 1969 - 1970, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (1978-1998), Bundespräsident (1999-2004)
  • 1934, Peter Stella, Fotograf
  • 1937, 17. Februar, Dr. Rita Süßmuth, Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit (1985-1988), Bundestagspräsidentin (1988-98)
  • 1942, 3. Dezember, Alice Schwarzer, Publizistin
  • 1943, Peter Strauch, Pastor, Dichter und Komponist ("Herr wir bitten, komm und segne uns", "Meine Zeit steht in deinen Händen")
  • 1959, 17. Juli, Jörg Knör, Comedian
  • 1960, 1. September, Uwe Busse, Sänger ("Buenos Dias weiße Taube"), Komponist ("Mama Lorraine")
  • 1965, 23. Mai, Tom Tykwer, Regisseur
  • 1966, 4. April, Ann-Kathrin Kramer, Schauspielerin
  • 1970, 17. November, Silvana Koch-Mehrin, FDP-Politikerin (Mitglied des Europaparlaments.

Ferner wohnen oder wohnten folgende Persönlichkeiten in Wuppertal, sie sind jedoch anderenorts geboren:

  • Pina Bausch, legendäre Nestorin des deutschen Ausdruckstanzes; nach ihr ist das von ihr gegründete städtische Pina-Bausch-Tanztheater benannt.
  • Peter Brötzmann, Jazzmusiker 1941
  • Tony Cragg
  • Eugen Egner, 1951 in Ingelfingen/Württemberg, Zeichner, Schriftsteller
  • Peter Kowald, Jazzmusiker 1944 in Thüringen, † 2001, lebte seit 1945 in Wuppertal
  • Harald Krassnitzer
  • Karl Otto Mühl, Schriftsteller 1923 in Nürnberg
kaiser permanente find a doctor